Abenteuer „Umzug“ – Tipps und Tricks für deinen Wohnwechsel

Abenteuer „Umzug“ – Tipps und Tricks für deinen Wohnwechsel

Geschrieben am 16.09.2019
von Chantal Gilbrich

Für den Studienstart- oder -wechsel ist ein Umzug oft unumgänglich. Wohnwechsel sind schön und stressig zugleich. Das Spannende an ihnen: Sie reißen uns aus unseren gewohnten Strukturen heraus und geben uns die Möglichkeit, Neues kennenzulernen. Es gibt kaum ein größeres Abenteuer im Leben, bei dem du so sehr über dich hinauswachsen kannst. Mit unseren Tipps gelingt dir ein stressfreier Umzug.



© Pixabay

Ich liege auf meinem Bett und mustere mein Apartment, so als wäre es mir plötzlich ganz neu. Viele Erinnerungen hängen an diesem Zimmer. Jeden Abend setze ich mich auf den Balkon, um die letzten Male den wunderschönen Ausblick auf das beleuchtete Völkerschlachtdenkmal im Mondschein zu genießen. Während meiner täglichen Spaziergänge gehe ich so aufmerksam durch meinen Stadtteil, wie in den allerersten Tagen hier. Mir wird bewusst, dass meine Zeit an diesem Ort begrenzt ist.

Meine Tage in Leipzig kann ich bereits an meinen Fingern abzählen – und schon sehr bald wird sie der Vergangenheit angehören. Daran erinnern mich die vielen Umzugskartons, die mein Zimmer zieren. An meinen Küchenschrank habe ich etliche Fotos gehängt. Sie zeigen all meine Freunde, die ich während der Leipziger Studienzeit kennengelernt habe. Gleichzeitig stellen sie eine Erinnerung an gemeinsam Erlebtes dar: Von Partys über Mädelsabenden bis hin zu Ausflügen. Ich muss grinsen, während gleichzeitig Tränen in meine Augen steigen.

Ein Wohnwechsel als Chance für einen Neuanfang

Umzüge können aufregend, schön, stressig – und zum Teil auch sehr traurig sein. Wir Menschen, sind Gewohnheitstiere. Nichts gibt uns mehr Sicherheit und Geborgenheit als eine vertraute Umgebung. Einen festen Freundeskreis, Familienmitglieder, die heimelige Fakultät oder den familiären Sportverein oder Chor zu verlassen, kann schmerzhaft sein. Und doch sind derartige Neuanfänge zum Teil notwendig. Eine Beziehung, ein neuer Job oder ein Studium bzw. eine Ausbildung können Gründe für einen Umzug sein.

Zugleich kann der Start in einer neuen Stadt aber auch viele Chancen bieten. Es gibt kaum eine aufregendere Herausforderung, bei der du persönlich so sehr wachsen kannst, als es bei einem Wohnwechsel der Fall ist. Diesen Neustart kannst du bei deinen Umzugsvorbereitungen am besten mit gründlichem Aussortieren beginnen. Alle unnötigen und nutzlosen Dinge bedeuten für dich nur zusätzlichen Ballast und auch Aufwand während deines Umzuges. Mache dich schon vorab frei von den Sachen, die du nicht brauchst. Du wirst dich in deiner neuen Wohnung umso befreiter fühlen.

Die wichtigsten Schritte: Ummeldung und Einschreibung an der Universität

Für die Einschreibung an der Universität gibt es viele Dokumente, die du bereits vorab organisieren kannst. Dazu gehören beispielsweise ein Nachweis der Krankenkasse, eine beglaubigte Kopie des Abiturzeugnisses sowie ein digitales Passfoto für deinen Studentenausweis. Gehörst du zu den Wechslern und hast vorab bereits an einem anderen Ort studiert, benötigst du eine Studienverlaufsbescheinigung deiner alten Uni. Sie zeigt an, ob du bereits Urlaubssemester genommen hast und in welchem Hochschul- und Fachsemester du dich befindest. Wenn du nicht gerade dein Studienfach wechselst, ist auch ein Transcript of Records besonders wichtig. Dieses bescheinigt dir deine bisher erbrachten Studienleistungen, sodass du dir diese auch an deinem neuen Hochschulstandort anerkennen lassen kannst.

Du bist eingeschrieben? Herzlichen Glückwunsch! Ein neuer Lebensabschnitt beginnt – und mit ihm auch die Wohnungssuche. Für den Anfang kann es nicht schaden, sich in sämtlichen Studentenwohnheimen zu bewerben. Sie sind sehr preisgünstig. Auch die Kosten für Strom, Heizung und Internet sind in den Mietpreisen bereits mit inbegriffen. Und oft weisen die Wohnheime eine zentrale Lage, nahe der Uni auf. Auf diese Idee kommen aber natürlich noch viele andere Studierende. Daher ist es nützlich, dass du dich auch nach Wohnungen und WGs umschaust. Vielleicht kennst du auch schon den einen oder anderen an deinem neuen Studienort. Auch über Kontakte kannst du zu deinem Traumzimmer kommen.

Genieße deine Studienzeit in vollen Zügen

Die ersten zwei Wochen sind erst einmal stressig. Möbel müssen aufgebaut, Umzugskartons ausgepackt werden. Da bleibt eigentlich vorerst für nichts Anderes Zeit. Allerdings gibt es da leider noch eine weitere wichtige Angelegenheit zu erledigen: Du musst dich in deiner neuen Heimatstadt ummelden. Andernfalls musst du mit Bußgeldstrafen rechnen. Es lohnt sich, online einen Termin zu vereinbaren. So sparst du dir unnötige Wartezeiten im Bürgeramt. Informiere dich vorab, ob es lohnenswerter ist, deinen Studienort als Erst- oder Zweitwohnsitz anzugeben.

Das Wichtigste, um sich an einem neuen Wohnort wohl zu fühlen, sind neue Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen. Den Schlüssel dazu bietet oft die Erstsemesterwoche. Hier hast du die Möglichkeit, Gleichgesinnte kennenzulernen. Sehr gewinnbringend ist auch die Einschreibung in Uni-Sport- oder Sprachkurse. Dort kannst du auch Studierenden aus anderen Sparten begegnen. Als letzten Tipp sei dir nur ans Herz zu legen, deine Studienzeit in einer neuen Stadt zu genießen. So frei wie im Studium wirst du wohl niemals wieder sein. Lerne die Stadt mit all ihren Schönheiten kennen. Probiere dich während deiner Studienzeit aus. Und höre niemals auf, neugierig zu sein.