Vom London Eye zum Big Ben – Meine England-Sprachreise

Geschrieben am 10.02.2021
von Eva Yasin

Reisen bildet eine tolle Möglichkeit, um eine Sprache zu lernen. Englisch wird auch in Deutschland zunehmend wichtiger. Eine Sprachreise kann das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Ein Erfahrungsbericht.



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Sprachen zu lernen, ist etwas Gutes. Es kann aber auch sehr anstrengend sein. Besonders wenn man es nicht häufig anwenden muss, wird das Gelernte schnell vergessen. Wenn man in das Land aber fährt, dessen Sprache man lernen will, muss man seine Sprachkenntnisse zwangsläufig unter Beweis stellen. Auch lernt man die Kultur und Menschen ganz anders kennen.


Kontaktaufnahme mit der Organisation „EF“

Als ich entschied, mein Englisch wieder aufzufrischen, brauchte ich etwas, um die Sprache richtig anwenden zu können. Da kam die Werbung von EF gerade zum richtigen Zeitpunkt. Auswählen kann man aus 16 Ländern; zum Beispiel London oder Amerika; möglich ist aber auch etwas Exotischeres wie Singapur. Lernen kann man da nicht nur Englisch, sondern auch Französisch, Russisch uvm. Der Kontakt kommt mit dem EF-Katalog zustande. Man füllt die letzte Seite aus und schickt sie zurück. Es gibt aber auch andere Anbieter, die Sprachreisen und vieles mehr anbieten. Zum Beispiel Glsp oder Esl sind zwei Organisationen, die mir noch einfallen. Da ich aber EF benutze, kann ich auch nur erzählen, wie es dort aussieht.


Kosten einer Sprachreise

Wenn man Schüler oder Student ist, stellt der Kosten-Faktor häufig ein Problem dar. Man muss etwa 2000 – 3000 € für den Sprachkurs und die Unterkunft einrechnen. Die Flugtickets kann man selbst buchen, aber man kann den Auftrag an EF übertragen. Man kann bar bezahlen und in Raten. Aber natürlich auch über Paypal oder Kreditkarte kann man dies tun. Noch etwas Positives ist, dass man eine Sprachreise immer machen kann, also zu jeder Zeit und in jedem Alter. Das sorgt dafür, dass man lebenslang lernen kann, was mir sehr gefällt. Meine Sprachreise hat 3500€ gekostet. Aber das ist sehr individuell, da Faktoren wie Reiseziel, Fahrtickets, Unternehmungen, die Zeitspanne und die Unterbringung mit einspielen. Wer sicher gehen will, sollte sich am besten einen Kostenvoranschlag machen lassen.


Anreise in das Land deiner Wahl

Man fliegt selbständig ins Land, was man sich ausgesucht hat, und wird am Flughafen abgeholt, wenn man das will. Sonst muss man selbst anreisen, was ich nicht empfehlen kann, weil man dann in einem fremden Land ganz auf sich gestellt ist. Noch eine Empfehlung von mir ist, dass man beim ersten Mal nicht zu weit reist. Wenn ihr erstmal in Europa bleibt, seid ihr also nicht so weit weg von Zuhause. Da das Reisen allein schwieriger sein kann, als man denkt. Auch sollte die Schlafsituation geklärt werden. Man kann in den Wohnheimen leben, aber auch in einer Gastfamilie. Ich habe im Wohnheim die zwei Wochen gelebt. Da kann man sich zwischen einem Ein- oder Zwei-Raum-Zimmer entscheiden.


Aktivitäten, Unterricht und Eindrücke aus England

Ich habe Anfang 2020 16 Tage in Cambridge verbracht. Das EF-Gebäude ist groß und hat einen schönen Garten. Am ersten Tag hatten wir einen Rundgang durch Cambridge und haben zum Beispiel eine Kirche besucht. In den nächsten Tagen hatten wir Unterricht und haben allein die Stadt besichtigt, waren shoppen, im Theater und im Freilichtkino. Man konnte aus verschiedenen Kursen auswählen, da ich nur 16 Tage hatte, habe ich Englisch und englische Geschichte genommen. Aber es gab auch Mathe, Französisch, Wirtschaft usw. Manche Aktivitäten kosten extra. Man kann sie einsehen in der App „EF Connect“ und dann entscheiden, wie viele Devisen (Geld) man braucht.

Ich hatte 450 Pfund dabei und ich bin persönlich gut damit ausgekommen. Freundschaften zu schließen, kann ein bisschen schwierig sein – besonderes für jene, die etwas introvertiert sind. Aber alle waren höflich und nett. Ich habe guten Kontakt zu einem Schweizer Geschwisterpaar geschlossen, die ich dieses Jahr irgendwann besuchen möchte. Wir waren sogar einen Samstag alle gemeinsam in London und haben uns die berühmten Sehenswürdigkeiten angeschaut, wie zum Beispiel den Big Ben oder den Buckingham Palace. Wir sind auch noch zum London Eye gefahren und hatten einen guten Ausblick auf die Stadt. Und selbst ich mit meiner Höhen-Angst habe mich getraut. Sonst haben wir noch den Camden Market besucht, waren Schlittschuhlaufen und haben viele Karaoke-Abende gemacht.


So organisierst du deine Rückreise

Die Rückreise ist sehr simpel. Sie bringen einen zum Flughafen. Dort checkt man ein. Um nach Hause zu fliegen, muss man nur Bescheid geben – und das am besten frühzeitig, damit es zum gewünschten Termin funktioniert. Sprachreisen sind damit eine gute Sache für all jene, die es lieben zu reisen und dabei kann man auch noch eine ganze Menge lernen. Ich kann so eine Reise nur jedem empfehlen.


Aktiv werden als EF Ambassador

Man kann sich nach der Sprachreise als EF Ambassador anmelden, um für die Organisation zu arbeiten. Man kann dabei in verschiedenen Bereichen tätig werden, so zum Beispiel auf dem Blog, um dort seine Erfahrungen zu teilen oder in Schulen bzw. Bibliotheken, um für sie Werbung machen oder Jugendliche betreuen bei einer Sprachreise. Selbstverständlich wird man dafür entlohnt. Man bekommt Punkte dafür und kann sehen, was man dafür einlösen kann.