Wie finde ich meinen Weg zur Lebensfreude?

Geschrieben am 28.12.2021
von Johanna Mayer

Ängste, Sorgen und Selbstzweifel sind deine ständigen Wegbegleiter? Dabei wünschst du dir Zufriedenheit und Lebensfreude? Hier sind drei Ideen, die dir helfen können, diesen Weg zu finden.



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Wir kennen sie alle. Die Angst vor dem Ungewissen. Angst, falsche Entscheidungen zu treffen. Angst, nicht gut genug zu sein, nicht akzeptiert zu werden. Und ja, genau diese Angst quält auch mich. Morgens nach dem Aufwachen, abends beim Zubettgehen. Im Vergleich mit anderen, im Gespräch mit meinen Freunden. Aber ist es das denn überhaupt wert? Warum um alles in der Welt mache ich mir so viele Sorgen um mich, meine Zukunft und vor allem auch die Meinung anderer?

Bin ich allein mit meinen Zweifeln?

Es gibt Tage, an denen ich mich in einem Strudel aus Selbstzweifeln befinde, nicht zur Ruhe komme, alles an mir schlecht und unbrauchbar finde und einfach nur jemand anders sein will. Warum wissen alle meine Freunde schon, was sie einmal studieren wollen, wie ihr Lebensweg aussehen wird und wer sie sind? Warum finde ich auf Instagram nur gutaussehende Fitnessmodels, glückliche Paare, erfolgreiche Manager – Menschen, die mit sich und der Welt im Reinen sind und bei denen scheinbar alles glatt läuft? Wo sind die Sorgen, Zweifel, Ängste und Probleme, die fast täglich an mir nagen? Bin ich etwa allein damit, mache ich alles falsch?


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Niemand ist perfekt

Stopp. Wenn du dich mit diesen Gedanken identifizieren kannst, dann sage ich dir: Du bist nicht allein. Ich schreibe dies nicht, weil ich alle meine Ängste und Zweifel überwunden habe – im Gegenteil, ich habe täglich (!) damit zu kämpfen – aber ich will dir genauso Mut machen, wie mir schon viele Menschen Mut gemacht haben. Ängste und Zweifel gehören dazu! Niemand lebt dieses perfekte Instagram-Life, in dem es nur Erfolg, Spaß und Abenteuer gibt.

Gerade der Vergleich mit dem scheinbar perfekten Leben anderer kann einen in einen regelrechten Strudel aus negativen Gedanken ziehen, wie ich es oft am eigenen Leib erfahren muss, aber man sollte sich dabei immer bewusst machen: Niemand ist perfekt! Jeder hat seine Ängste und Sorgen. Dabei gibt es Tage, an denen man sich am liebsten nur noch unter der Bettdecke verkriechen will, an denen man sich hässlich, unbrauchbar oder einsam fühlt.

Was tun gegen diese Gedankenspirale?

Jetzt fragst du dich aber wahrscheinlich: Ist ja alles schön und gut, aber was kann man denn nun dagegen tun? Vorab muss ich dich leider gleich ein wenig ernüchtern: Ganz aufhören werden diese Ängste und Zweifel wohl nie. Es gehört einfach zum Leben dazu, Phasen zu haben, in denen man den Sinn des eigenen Lebens nicht mehr erkennt und sich einfach nur noch unnütz und einsam fühlt. Aber ich glaube fest daran, dass auch solche Phasen vorübergehen. Ich selbst habe für mich noch nicht meinen Weg gefunden, wie ich dauerhaft glücklich und vor allem zufrieden sein kann (was nicht heißt, mit einem Dauergrinsen durch die Welt zu laufen!), aber ich habe bereits ein paar Ideen und Anstöße, die vielleicht auch dir den Mut geben können, es wenigstens zu versuchen und so der Zufriedenheit und der tiefen Freude am Leben näherzukommen.

Dankbarkeit als Schlüssel zum Glück

Erstens: Dankbarkeit. Wie heißt es so schön? „Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück.“ Aber ist da denn wirklich etwas dran? Ich finde, wir sollten uns täglich mehr in Dankbarkeit üben. Wir haben so vieles im Leben, was wir mittlerweile als selbstverständlich ansehen und deshalb nicht einmal mehr merken, wie gut es uns eigentlich geht – auch in der aktuellen Zeit!

Ich habe mir vorgenommen, mir wenigstens einmal am Tag drei Minuten Zeit zu nehmen, um mir bewusst zu machen, für was ich eigentlich alles dankbar sein kann. Probiere das doch auch einmal aus – und du wirst sehen: Man findet wirklich viel mehr, als man anfangs denkt!



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Jeden Tag ein Lächeln

Zweitens: Lächeln. „Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag“ (Charlie Chaplin). Oft unterschätzt man es, aber ein einfaches Lächeln kann so viel bewirken! Wer einem freundlich lächelnden Menschen begegnet, wird sofort selbst glücklicher und von dieser strahlenden Freude und Zuversicht angezogen, ja bewegt. Lächeln kann Herzen anrühren, einem den Tag versüßen und einfach Lebensmut schenken! Und ja, man kann auch mit Maske lächeln – denn die Augen lächeln meist noch viel schöner, als der Mund… Probiere es aus und du wirst merken, dass du sofort glücklicher wirst und meist etwas zurückbekommst!



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Ein Herz, das vor Liebe brennt

Drittens: Liebe. Dieser Punkt ist für mich am schwierigsten und zugleich aber auch am schönsten. Als ich folgenden Spruch von Mutter Teresa fand, musste ich erst einmal lange nachdenken und mir bewusst machen, welch tiefe Botschaft eigentlich in diesen Wörtern steckt: „Ein fröhliches Herz entsteht normalerweise nur aus einem Herzen, das vor Liebe brennt.“ Lies diesen Satz ruhig zwei-, drei-, ja fünfmal. Es gibt tausende „Glücksrezepte“, „Schlüssel zum erfüllten Leben“, „Erfolgscoachings“ und vieles mehr, aber letztendlich ist es vor allem eines, was uns glücklich macht: Die tiefe Liebe zum Nächsten.

Ich werde und will versuchen, diesen Weg der Liebe in Zukunft zu gehen, meine Mitmenschen immer tiefer zu verstehen, zu respektieren und zu lieben und so den Dienst am Nächsten freiwillig und gerne, mit einem liebenden, ja freien Herzen zu beschreiten. Und ich hoffe, ich konnte dir damit ein klein wenig die Augen öffnen, sodass auch du mit mir diesen Versuch wagen wirst – denn gerade in der aktuellen schweren Zeit, ist es umso wichtiger, dass wir nie die Hoffnung verlieren und uns gegenseitig ein Lächeln ins Gesicht zaubern.



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