Der Datenschutz – ein lästiges Übel?

Geschrieben am 20.07.2022
von Ehemaliger Autor

Der Datenschutz, die Grundverordnung – mit Derartigem kommt man praktisch Tag für Tag in Berührung, etwa vor dem Besuch einer Website. Überall muss man seine Zustimmung geben und wer ehrlich ist, muss zugeben, dass es manchmal etwas nervt. Gleichzeitig möchte jeder, dass die eigenen Daten sicher sind und nicht einfach so an andere Unternehmen weiterverkauft oder ins Ausland gesendet werden. Weiterhin ist es gerade für kleinere Unternehmen störend, dass sich die Regelungen regelmäßig ändern. Wer etwa heute eine Website baut, der muss damit rechnen, dass diese bezüglich des Datenschutzes schon bald nicht mehr aktuell ist.

Wird die Bürokratie zu viel?

Das moderne Leben ist durch ein konstantes Mehr bestimmt. Fraglich ist dabei, wie es dem Menschen gelingen soll, sich selbst in diesem Mehr zurechtzufinden und zu koordinieren. Die Diskussionen um die sogenannten Me-Time, also die Zeit für einen selbst, werden immer mehr. Wo findet sich der Einzelne wieder, wenn es nur um noch mehr Arbeitszeit, höhere Anforderungen, größere Hürden und eben um mehr Bürokratie geht?

Fraglich ist es schon, warum es der Gesetzgebung nicht gelingt, elegantere Lösungen für den Datenschutz zu finden. Das Internet, an das sich der moderne Mensch immer mehr bindet, doch auch nach wie vor der analoge Schriftverkehr, sind bereits eine große Mehrbelastung, weshalb es viele wundert, warum der Datenschutz zu einem großen Teil auf den Schultern derer getragen werden muss, die eigentlich von der Erhöhung des Schutzes profitieren sollten?

Verständlich ist, dass ein großes Unternehmen neue und bessere Maßnahmen ermöglichen muss, um etwa bei der Personalvermittlung den Datenschutz zu gewähren. Dort, wo große Mengen an Daten zusammenkommen, sind die Systeme am gefährdetsten. Doch nur ein einziges Datenleck, eine einzelne Lücke reicht aus, um die eigenen Daten an die Weiten des Internets zu verlieren. Die Wahrscheinlichkeit, selbst einmal Opfer eines Datenlecks geworden zu sein, ist mittlerweile höher als die, dass die Daten bislang immer sicher waren.

Braucht es neue Systeme?

Was wäre, wenn die Identifikation von Personen, die sich eines Netzwerks bedienen, auf andere Art und Weise stattfindet? Wenn es nicht mehr länger Daten braucht? Immer wieder wird diskutiert, dass die DSGV und die Blockchain Reibungspunkte aufweisen, doch in Zukunft kann die moderne Technik die ersehnte Lösung sein. Anonymität ist der beste Schutz vor einem Datenklau. Bedauerlicherweise gibt es noch keinerlei Gesetze, die das ständige Sammeln von allerlei Daten beim Besuch eines Webshops oder einer anderen Seite verbieten würden.

Was kann bislang getan werden?

Die großen Namen des Internets befassen sich seit Jahren mit dem Problem, dass immer mehr Daten ins Netz gefüttert werden müssen, um dieses nutzen zu können. Eine Lösung, die mittlerweile jedem Nutzer offensteht, sind verschiedene Passwortmanager. Diese bewahren sämtliche Passwörter und andere Dateien, die beim Surfen immer wieder Verwendung finden, sorgfältig auf. Mitunter können diese Manager sogar automatisch Eingabefelder ausfüllen, gewohnt sind das manche bereits vom Smartphone, wo der Passwortmanager des installierten Betriebssystems mit ziemlicher Sicherheit automatisch aktiv ist.

Ob es das Richtige ist, die Sache etwas entspannter zu sehen, oder ob es wirklich etwas nutzt, sämtliche Barrieren hochzufahren, um seine Daten zu schützen, das ist fraglich. Jedem, der unter dem (fehlenden) Datenschutz leidet, darf Glück und Verständnis gewünscht werden.

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit einem externen Redakteur.